Ein Gedankengang auf dem Pfad ins Überhauptnichts

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Poesie at it's best

Wir sind in einem Deutschbuch des Cornelsen-Verlags auf ein imposantes gedicht namens "Licht", von gerhard Rühm gestossen
Selbstverständlich stellt sich dem werten Leser nun die Frage, wie es zu diesem Barren aus geschriebenem Gold kam. Nach einigen Überlegungen kam für uns nur folgendes Szenario in Frage:
Es ist ein sonniger Frühlingsmorgen. Draussen rascheln die Blätter, und hinter einem Fenster der Altenpension Kamp-Lindforth schaut ein melancholischer Gerhard Rühm der Pflegestufe drei in die Welt.
Es ist kein schöner Tag für den alten Mann. Seit geschlagenen neun Minuten drückt er verzweifelt auf die Tasten seines grünen Gameboys, in der Hoffnung, somit eine Schwester alamieren zu können: der Katheter zwickt.
Die Hoffnungslosigkeit der Situation erkennend, schweift sein Blick erneut in die grosse Welt. Doch plötzlich geschieht es, von draussen wirft ihm die Muse ihren Blick entgegen. Von Schaffensdrang gepackt, tatscht er mit seiner linken Hand, die noch nicht vom Parkinson dahingerafft wurde, nach seinem "Die Wilden Kerle"-Kollegebock. Auf dem Weg zum Ziel wirft seine Hand einen Putzi-Zahnbecher um, doch das scheint ihm egal.
Endlich den Block aufgeschlagen, kritzelt er mit einem Bleistift die entscheidenden fünf Buchstaben auf das karierte Blatt, "licht"
Die kreativen Flüsse strömen in die zitterige Hand des Greises, wie von selbst etnsteht vor ihm ein wahres Meisterwerk der modernen Gedichtewelt. Just in dem Moment, als er den letzten Buchstaben geschrieben hat und den Stift zu Boden fallen lässt, öffnet sich die Zimmetür und eine fette Krankenpflegerin tritt hinein. Langsam wuchtet sie ihre krampfäderigen Stummelbeine in Richtung Rühm, als ihr Blick plötzlich auf jenen Block fällt. Mit ihren schmandigen Wurstfingern greifft sie sie danach und hält es sich vor die von kleinen Äderchen durchwachsenen Stieläuglein. Sofort erkennt sie, dass die zitterigen Buchstaben, untermalt von Zahlreichen Sabberflecken, nicht nur die Spinnereien eines alten Tatagreises sind: es handelt sich hierbei um das Meisterstück eines kongenialen Genies.
22.2.06 22:07
 


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